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Lebensmittelabfälle automatisch erfassen: der Leitfaden für Profiküchen

Koch bei der Verwendung der KITRO TARE – einer automatisierten Lösung zur Erfassung von Lebensmittelabfällen

Bei der automatischen Abfallerfassung stehen eine Waage und eine Kamera am Abfalleimer der Küche. Sie halten fest, was weggeworfen wird, wie viel es wiegt und was es kostet. Eine KI erkennt jedes Lebensmittel auf dem Bild, und euer Team sieht die Daten auf einem Dashboard. In Grossküchen funktionieren die Systeme am besten, die dem Personal keinen zusätzlichen Handgriff abverlangen. Dazu gehört eine Ansprechperson, die euch hilft, aus den Daten die richtigen Schritte abzuleiten. Dieser Leitfaden zeigt, wie die Technik funktioniert, welche Systeme es gibt, wie ihr sie vergleicht und mit welchen Einsparungen ihr rechnen könnt. Er richtet sich an Küchenleitungen, F&B-Verantwortliche, Nachhaltigkeitsverantwortliche und Betriebsleitungen in Hotels, Restaurantgruppen, Gemeinschaftsgastronomie und Kantinen.


Warum Grossküchen ihre Lebensmittelabfälle jetzt messen

Die Gastronomie gehört weltweit zu den grössten Verursachern von Lebensmittelabfällen. Laut dem Food Waste Index Report 2024 des UN-Umweltprogramms (UNEP) landeten 2022 in der Ausser-Haus-Verpflegung rund 290 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall. Das sind 28 % der Gesamtmenge.

In den USA kamen Restaurants und Gastronomiebetriebe laut ReFED 2024 auf rund 11,3 Millionen Tonnen überschüssige Lebensmittel. Rund 8,8 Millionen Tonnen davon gingen auf die Deponie.

Für Betriebe ist das Geld im Abfalleimer. Als die Pestana Hotel Group begann, ihre Abfälle mit KITRO zu messen, sparte jedes Haus im Schnitt 42'110 € pro Jahr, bei der MHP Hotel AG waren es 42'690 € pro Haus. Der Wareneinsatz ist einer der grössten Posten im Küchenbudget, und Abfall ist einer der wenigen Bereiche, bei denen Einsparungen auch von den Gästen gerne gesehen werden.

Auch die Gesetzgebung erhöht den Druck. Seit dem 16. Oktober 2025 gilt die überarbeitete EU-Abfallrahmenrichtlinie: Bis 2030 müssen die Lebensmittelabfälle pro Kopf in Handel, Gastronomie und Haushalten um 30 % sinken, gemessen am Durchschnitt der Jahre 2021–2023. Die Mitgliedstaaten haben 20 Monate Zeit, das in nationales Recht umzusetzen.

Gleichzeitig müssen Hotelgruppen und Caterer in ihren ESG-Berichten Abfallzahlen pro Standort ausweisen. Schätzungen halten einer Prüfung selten stand.

Die meisten Küchenleitungen wissen ziemlich genau, wo ihr Abfall entsteht. Sobald sie messen, zeigen die Daten trotzdem fast immer ein paar Überraschungen. Genau dort liegt oft das grösste Sparpotenzial.


Manuelle oder automatische Abfallerfassung?

Lange war ein Zettel oder eine Excel-Liste neben dem Abfalleimer der Standard. Die US-Umweltbehörde EPA bietet beides bis heute kostenlos an, und ohne Budget ist das ein guter Anfang.

Das Problem beginnt im Service. Wer manuell erfasst, muss anhalten, wiegen und notieren, was weggeworfen wurde und warum. An einem ruhigen Nachmittag klappt das, beim Abendservice mit 300 Gedecken oder im Mittagsansturm der Kantine kaum.

Dann werden Einträge ausgelassen, geschätzt oder am Schichtende aus dem Gedächtnis nachgetragen. Daraus entstehen drei Probleme:

  1. Es fehlen Daten, und zwar ausgerechnet aus den vollsten Schichten, in denen der meiste Abfall anfällt.

  2. Bei hoher Fluktuation müsst ihr neue Leute ständig einarbeiten. Fehlt die Zeit dafür, wird geschätzt oder gar nicht erfasst, und die Daten verlieren an Aussagekraft.

  3. Wer wiegt und notiert, steht nicht am Herd. In KITROs Fallstudie mit Marriott International sparte jedes Haus im Schnitt 1'096 Arbeitsstunden pro Jahr, nur weil diese Handgriffe wegfielen.

Automatische Systeme erfassen Gewicht und Bild in dem Moment, in dem etwas im Abfall landet. Euer Team bleibt bei Mise en place und Service, und die Daten bleiben auch an den vollsten Tagen lückenlos.


Wie funktioniert die automatische Erfassung von Lebensmittelabfällen?

Die meisten Systeme arbeiten in denselben fünf Schritten, auch wenn sich die Hardware unterscheidet.

1. Erfassen

Eine Waage unter dem Abfalleimer misst das Gewicht von allem, was hineinkommt. Eine Kamera an einer Stange oder an der Wand fotografiert den Abfall. Manche Systeme machen das Bild, während jemand das Essen vor die Kamera hält, andere – wie die KITRO TARE – fotografieren automatisch, was im Eimer landet.

2. Erkennen

Eine KI gleicht das Bild mit einer Datenbank ab und erkennt, was weggeworfen wurde: Reis, Brötchen, Lachsabschnitte, ein Blech Ofenkartoffeln. Gute Systeme trennen dabei essbare Lebensmittelabfälle von nicht essbaren Teilen wie Knochen und Schalen. Das ist wichtig, weil ihr vorrangig den essbaren Teil reduzieren könnt.

Keine Bilderkennung liegt immer richtig. Die Frage ist, was das System tut, wenn es unsicher ist. Manche übernehmen jede KI-Einschätzung ungeprüft, andere, wie KITRO, lassen unsichere Einträge von einer Person prüfen, bevor sie auf eurem Dashboard landen.

3. Bewerten

Anhand eurer Einkaufspreise rechnet das System das Gewicht in Kosten um, mit Standard-Emissionsfaktoren auch in CO₂. So wird aus einem vagen Problem ein klarer Posten im Budget.

4. Muster aufzeigen

Ein Dashboard – und bei manchen Anbietern regelmässige E-Mails – zeigen, was weggeworfen wird, an welcher Station, in welchem Service und wie oft. Die nützlichsten Erkenntnisse sind meist sehr konkret: «Nach jedem Sonntagsbrunch werfen wir rund 4 kg Brötchen weg» oder «An Tagen mit weniger als 150 Gedecken verdoppelt sich der Reisabfall.»

5. Handeln und wieder messen

Die Daten zeigen, wo ihr ansetzen könnt: kleinere Chargen, andere Produktionsmengen, eine neue Verwendung für Abschnitte, eine angepasste Karte. Ihr setzt die Änderung um, das System misst weiter, und am Vergleich mit eurem Ausgangswert seht ihr, ob sie wirkt.

Aus Schritt 5 kommt der grösste Teil der Einsparungen, und genau hier tun sich viele Küchen schwer. Ein Dashboard allein reduziert keinen Abfall. Deshalb zählen die Menschen hinter dem System genauso viel wie die Hardware (mehr dazu weiter unten).

Küchenvorbereitung

Welche Systeme zur Abfallerfassung gibt es?

Hier die gängigen Systeme für Grossküchen, vom geringsten bis zum höchsten Automatisierungsgrad.

Papier oder Excel

Das Team wiegt jeden Abfall und schreibt ihn auf. Das kostet am meisten Aufwand, passt aber zu kleinen Küchen, die das Thema ohne Budget ausprobieren wollen.

Waage mit Tablet

Das Team legt den Abfall auf eine Waage und wählt das Lebensmittel auf einem Touchscreen aus. Der Aufwand ist mittel. Am besten passt das zu einzelnen Betrieben mit einem eingespielten, motivierten Team.

Aufnahme vor der Entsorgung (halbautomatisch)

Eine Kamera über dem Eimer fotografiert das Essen, bevor es hineingeworfen wird, und eine Waage wiegt es. Dafür hält das Team Teller, Blech oder GN-Behälter kurz unter die Kamera und wartet, bis das Bild erfasst ist. Die Pause ist kurz, fällt aber bei jedem einzelnen Einwurf an.

Systeme für Tellerrückläufe

Kamera oder Waage stehen an der Geschirrrückgabe. Das Personal hat kaum Aufwand, und die Gäste machen nichts anders als sonst. Kantinen, Schulen, Spitäler und Buffets messen so, was auf den Tellern übrig bleibt.

Aufnahme im Abfalleimer (vollautomatisch)

Hier steht der Eimer auf der Waage, und die Kamera schaut von oben hinein. Das Team wirft weg wie immer, und das System erfasst, was im Eimer gelandet ist, ohne dass jemand etwas halten oder bestätigen muss. Das passt am besten zu vollen Küchen, Kantinen und Caterern, in denen jeder Zusatzschritt untergeht.

Es ist auch der Ansatz, auf dem die KITRO TARE aufbaut. Da unser System dem Team nichts Neues abverlangt, müssen neue und temporäre Mitarbeitende nicht geschult werden, sodass die Daten auch bei häufigen Personalwechseln lückenlos bleiben. Daniel Lehmann, General Manager des Zürich Marriott Hotel, sagt dazu: «KITRO ist Plug-and-Play und braucht kaum Schulung. Eigentlich erklärt es sich von selbst.»


Welches System passt, hängt vor allem davon ab, wie viel eure Küche verarbeitet und wie oft das Team wechselt. Eine kleine Küche mit festem Team lernt schon aus ein paar Wochen Zettel oder Tablet-Waage viel. Hotels mit mehreren Outlets, Kantinen und Caterer brauchen meist Automatisierung für vollständige Daten, und wo Gäste sich selbst bedienen oder Tabletts zurückbringen, lohnt sich zusätzlich die Erfassung der Tellerrückläufe.


Welche Systeme erfassen Lebensmittelabfälle ganz ohne Zutun des Personals?

Die meisten Anbieter bezeichnen ihre Systeme mittlerweile als «kontaktlos» oder «ohne Aufwand». Das kann Verschiedenes heissen, weshalb es sich lohnt, die genaue Bedeutung während einer Demo oder Testphase zu prüfen.

Diese Fragen helfen dabei:

  • Muss jemand etwas drücken, antippen oder bestätigen? Einige Systeme fordern das Personal bei bestimmten Artikeln immer noch auf, eine Kategorie auf einem Bildschirm auszuwählen.

  • Muss der Einwurf auf eine bestimmte Art und Weise erfolgen? Erfasst die Kamera das Essen über dem Eimer, fragt nach, was passiert, wenn jemand einen vollen GN-Behälter auf einmal auskratzt oder zwei Leute gleichzeitig einwerfen. Eine Kamera, die in den Eimer schaut, hängt nicht vom Timing ab.

  • Gibt es einen Bildschirm am Gerät? Ein Bildschirm kann für Rückmeldungen nützlich sein, ist jedoch auch ein weiteres Element, das in einem feuchten, betriebsamen Bereich gereinigt und gewartet werden muss.

  • Was passiert, wenn die KI unsicher ist? Fliessen ungeprüfte Einträge direkt in die Daten, summieren sich die Fehler. Prüft eine Person sie vorher, bleiben eure Zahlen verlässlich.

  • Was passiert, wenn das WLAN ausfällt? In Küchen ist das keine Seltenheit, also fragt, ob die Daten lokal gespeichert und später hochgeladen werden oder verloren gehen.

Die KITRO TARE ist rund um genau diese Fragen entwickelt. Der Eimer steht auf der Waage, die Kamera erfasst von oben, was hineinfällt, und es gibt keinen Bildschirm. Ist die KI bei einem Lebensmittel unsicher, prüft eine Person es, bevor es in eure Daten kommt.

Jede TARE wird überwacht und über Nacht neu gestartet, und bricht die Verbindung ab, speichert sie die Daten lokal. So bekommt ihr einen vollständigen Datensatz ohne Schulung oder Erinnerungen, auch im vollsten Service.


Lebensmittelabfälle in der Kantine erfassen

Kantinen und Personalrestaurants haben ein paar Eigenheiten, die die Abfallerfassung schwieriger machen als in einer Hotelküche:

  • Der meiste Abfall entsteht in einem kurzen Mittagsfenster von ein, zwei Stunden, in dem niemand Zeit zum Protokollieren hat.

  • Die Fluktuation ist hoch, und viele Standorte arbeiten mit Aushilfen. Jedes System, das Schulung braucht, wird mit jedem Wechsel ungenauer.

  • Viel Abfall entsteht durch Überproduktion an der Ausgabe. Zu wissen, welche Gerichte an welchen Wochentagen übrig bleiben, bringt hier am meisten.

  • Auch an der Tablettrückgabe bleibt Essen zurück, und dieser Tellerrücklauf verrät viel über Portionsgrössen und Menüauswahl.

Für Kantinen in Spitälern, Schulen, Universitäten oder Unternehmen funktioniert ein System am besten, das dem Team nichts abverlangt und den Abfall automatisch mit der Zahl der ausgegebenen Essen verknüpft. Die wichtigste Kennzahl ist der Abfall pro Mahlzeit, also Gramm Abfall pro ausgegebenem Essen. Damit könnt ihr einen vollen Montag fair mit einem ruhigen Freitag vergleichen.

In einer Studie von Champions 12.3 senkten 86 Cateringbetriebe in sechs Ländern ihre Lebensmittelabfälle mit digitalen Waagen oder ähnlichen Messsystemen innerhalb eines Jahres um durchschnittlich 36 %. Die meisten gaben über drei Jahre weniger als 10'000 US-Dollar für Waagen, Schulung und Menüanpassungen aus. Fast zwei Drittel hatten das schon im ersten Jahr wieder eingespielt.


Lebensmittelabfälle im Catering erfassen

Catering und Bankette bringen eigene Herausforderungen mit sich. Die Gästezahlen ändern sich oft bis zur letzten Minute, Buffets werden so konzipiert, dass sie bis zum Schluss reichhaltig wirken, und Überproduktion ist quasi Teil des Geschäftsmodells.

Die grössten Abfallquellen sind meist:

  • Buffetreste, die nicht mehr serviert werden dürfen

  • Überproduktion, wenn weniger Gäste kommen als geplant

  • Abfälle aus der Vorbereitung grosser Chargen

Die Erfassung zeigt, welche Gerichte am häufigsten zu viel produziert werden. So plant ihr die Menge pro Gast genauer und könnt ähnliche Events miteinander vergleichen. Ausserdem habt ihr echte Zahlen, wenn Kund:innen nach der Nachhaltigkeit ihres Events fragen.

Für Hotels mit Bankettbereich lohnt es sich, sowohl in der Bankettküche als auch in der Hauptküche eine Erfassungseinheit zu platzieren. Buffet- und Eventabfälle verhalten sich oft ganz anders als Abfälle aus dem À-la-carte-Geschäft.

Die KITRO TARE

Woran erkennt man ein gutes System zur Abfallerfassung?

Nach ein paar Demos sehen die meisten Systeme ähnlich aus. In die engere Wahl gehören die Anbieter, die klar sagen, was das Team bei jedem Einwurf tun muss, wie die Daten vor dem Dashboard geprüft werden und wer euch nach der Einrichtung beim Umsetzen begleitet.

Alle Kriterien – von Hardware und Mehrstandort-Ansicht bis zu Schnittstellen und Vertragsbedingungen – findet ihr samt den Fragen fürs Verkaufsgespräch in unserem Leitfaden für Food-Waste-Lösungen in Hotels und Restaurants.

Warum die Begleitung so wichtig ist wie die Technik

Daten allein reduzieren keine Abfälle. Ein Küchenchef eines KITRO-Kunden brachte es auf den Punkt: «Man muss mit dem System arbeiten, sonst ist es nur eine Kamera.»

Die Küchen mit den grössten Erfolgen folgen einem Muster aus Sehen, Nachdenken und Handeln. Sie schauen die Daten gemeinsam an, besprechen, warum der Abfall entsteht, einigen sich auf ein, zwei Änderungen und prüfen in der Woche darauf, ob es gewirkt hat.

Wenn Mitarbeitende die Zahlen zum ersten Mal sehen, ist eine häufige Reaktion: «Das hätte ich nicht gedacht.» Küchenchefs, mit denen wir zusammenarbeiten, beschreiben es als eine Möglichkeit zu lernen – und es funktioniert am besten, wenn es so und nicht als Kontrollinstrument verstanden wird.

Unterstützung von ausserhalb der Küche macht hier einen grossen Unterschied: Jemand, der basierend auf den Daten erste Massnahmen empfehlen kann, die zum Servicestil und Tempo der jeweiligen Küche passen. Jemand, der nachfasst, damit das Vereinbarte auch passiert.

Deshalb bekommt jeder Betrieb, der mit KITRO arbeitet eine feste Ansprechperson, die auf Lebensmittelabfälle spezialisiert ist. Sie geht eure Daten mit euch durch, begleitet euch in regelmässigen Terminen und schlägt konkrete Änderungen vor, die zu euren Abläufen passen.

Mit den Benchmark-Daten von KITRO seht ihr zudem, wo eure Küche im Vergleich zu ähnlichen Betrieben steht. Fragt beim Anbietervergleich nach, wer nach der Einrichtung eure Ansprechperson ist, wie oft ihr euch austauscht und was sie in jedes Gespräch mitbringt.

Was kostet automatische Abfallerfassung und was spart sie?

Die Preise unterscheiden sich stark. Meist kombinieren Anbieter Hardware (Kauf, Leasing oder Miete) mit einem monatlichen oder jährlichen Software-Abo. Manche schliessen Coaching oder Begleitung ein, andere verkaufen sie extra, also fragt nach dem Gesamtpreis pro Standort und Jahr inklusive allem, was ihr für echte Ergebnisse braucht.

Die Einsparungen sind besser belegt. Unabhängige Studien von Champions 12.3 zeigen:

  • Hotels sparten 7 $ pro investiertem Dollar und senkten ihre Küchenabfälle im ersten Jahr um durchschnittlich 21 % (42 Hotels in 15 Ländern, 2018).

  • Restaurants sparten ebenfalls 7 $ pro investiertem Dollar und senkten ihre Abfälle im ersten Jahr um durchschnittlich 26 % (114 Restaurants in 12 Ländern, 2019).

  • Catering-Betriebe sparten 6 $ pro investiertem Dollar und senkten ihre Abfälle im ersten Jahr um durchschnittlich 36 % (86 Standorte in 6 Ländern, 2018).

Diese Studien umfassen alle Arten von Programmen, auch manuelle. Hotel Kitchen, eine Initiative von WWF, American Hotel & Lodging Association und Rockefeller Foundation, berichtet bei Betrieben mit Erfassungstechnik von 50 % weniger Lebensmittelabfällen und mehr.

Mit Automatisierung und professionellem Support erreichen KITRO-Kunden typischerweise:

  • bis zu 60 % weniger essbare Lebensmittelabfälle

  • 2–8 % weniger Wareneinsatz pro Jahr

  • eine Amortisationszeit von rund sechs Monaten

Ergebnisse aus Küchen mit KITRO

Eine 2025 veröffentlichte Peer-Review-Studie des EU-geförderten Projekts LOWINFOOD begleitete KITRO in fünf Küchen aus Hotellerie und Gastronomie in Deutschland, der Schweiz und Griechenland. Vier davon senkten ihre Lebensmittelabfälle pro Mahlzeit um 23 bis 51 %. Im fünften Betrieb stieg der Abfall, weil die hohe Fluktuation die geplanten Änderungen ausbremste.

Die KITRO TARE erfasste in allen fünf Küchen lückenlos. Weniger Abfall gab es nur dort, wo das Team auf die Daten reagierte.

KITROs eigene Fallstudien zeigen ähnliche Ergebnisse:

  • Hyatt Hotels setzt 79+ KITRO TAREs in Europa, Afrika und dem Nahen Osten ein und hat insgesamt 1,7 Millionen Euro gespart. In 30 Häusern senkte jedes Hotel seine essbaren Lebensmittelabfälle um durchschnittlich 31 % und sparte pro Jahr 30'853 Euro und 230 Personalstunden, eine Rendite von 365 %.

  • Marriott International nutzt 56 KITRO TAREs und hat KITRO 2025 zum Preferred Partner ernannt. In drei Häusern sanken die essbaren Lebensmittelabfälle um durchschnittlich 22 %, bei 27'390 Euro Einsparung pro Haus und Jahr und einer Rendite von 101 %. Das Zürich Marriott Hotel allein senkte seine essbaren Lebensmittelabfälle um 25 % und spart jährlich 40'720 Euro.

  • Auch grosse Spitäler arbeiten mit KITRO. Eines davon spart im Schnitt 61'523 Euro und 873 Personalstunden pro Jahr, bei einer Rendite von 302 %.

Wie viel ihr spart, hängt von eurer Karte, euren Gedecken und eurem Ausgangspunkt ab. Für eine erste Einschätzung fordert jetzt eure kostenlose Analyse an.


So startet ihr mit der Abfallerfassung
  1. Startet mit einer Küche. Nehmt den Standort mit dem meisten Abfall oder der motiviertesten Küchenleitung, denn ein gutes erstes Ergebnis erleichtert den Rollout.

  2. Legt fest, was Erfolg heisst. Wählt ein oder zwei Kennzahlen, etwa essbare Lebensmittelabfälle pro Gedeck, Wareneinsatz oder Kilo Abfall pro Woche.

  3. Messt einen Ausgangswert. Erfasst ein paar Wochen lang, ohne etwas zu ändern. Das ist eure Vergleichsbasis.

  4. Holt das Team früh ins Boot. Zeigt die Daten im Teammeeting und macht Abfallreduktion zur gemeinsamen Sache.

  5. Ändert eine Sache nach der anderen. Packt den grössten Posten zuerst an und messt dann erneut.

  6. Rollt aus, wenn es funktioniert. Plant die nächsten Standorte anhand der ersten Ergebnisse und vergleicht alle Küchen auf einem Dashboard.

Häufige Fragen
Was ist das beste Tool gegen Lebensmittelabfälle in der Grossküche?

Das beste Tool ist das, das euer Team in jedem Service nutzt, ohne darüber nachzudenken. Dazu gehören Fachleute, die euch beim Umsetzen helfen. Für die meisten vollen Grossküchen heisst das: eine automatische KI-Kamera mit Waage, die ohne Eingaben auskommt, unsichere Einträge prüfen lässt und mit fester Begleitung kommt.

Wie die wichtigsten Systeme in diesen Punkten abschneiden, zeigt unser Einkaufsleitfaden für Lösungen gegen Lebensmittelabfälle.

Welche Abfallerfassung eignet sich am besten für Kantinen?

Kantinen brauchen ein System, das dem Personal in der Mittagsspitze nichts abverlangt und auch bei häufigen Teamwechseln funktioniert. Es sollte den Abfall pro Mahlzeit erfassen und für das Nachhaltigkeitsreporting in CO₂-Äquivalente umrechnen. Die KITRO TARE erfasst Abfälle automatisch und ohne Schulung, und euer Team kann die Daten jederzeit herunterladen.

Welche Technik hilft Caterern, Lebensmittelabfälle zu erfassen?

Im Catering geht am meisten durch Überproduktion verloren. Buffets, Bankette und Events werden für die maximale Gästezahl geplant, und was nicht gegessen wird, landet direkt im Abfall. Laut ReFED machte Überproduktion im Catering 2024 rund 1 Million Tonnen aus, 9 % aller Überschüsse in der US-Gastronomie.

Für Caterer mit vielen Standorten ist eine Gruppenansicht, die Küchen nebeneinander vergleicht, fast unverzichtbar. Sie zeigt, welche Standorte gut laufen und wo Handlungsbedarf besteht.

Welche Systeme erfassen Lebensmittelabfälle ohne Zutun des Personals?

Mehrere Anbieter haben inzwischen berührungslose Systeme. Prüft, ob das Essen zu einem bestimmten Zeitpunkt durchs Kamerabild muss, ob jemals eine Eingabe am Bildschirm nötig ist und was mit unsicheren Einträgen passiert. Die KITRO TARE erfasst den Abfall im Eimer, hat keinen Bildschirm und lässt unsichere Einträge von einer Fachperson prüfen.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Die KITRO TARE ist in rund 15 Minuten aufgebaut. Vom unterschriebenen Vertrag bis zu den ersten Live-Daten vergehen mit Lieferung und Terminplanung meist zwei bis vier Wochen. Bezieht eure IT früh ein und prüft Strom und WLAN vorab.

Was sind essbare Lebensmittelabfälle?

Vermeldbare bzw. essbare Lebensmittelabfälle sind Nahrungsmittel, die hätten verzehrt werden können, wie übrig gebliebener Reis, nicht serviertes Brot oder zu grosszügig pariertes Gemüse. Nicht essbar sind zum Beispiel Knochen, Schalen und Kaffeesatz. Wer beides getrennt erfasst, sieht, wo echtes Sparpotenzial liegt, denn den essbaren Teil kann eine Küche reduzieren.

Hilft automatische Erfassung beim ESG-Reporting und bei gesetzlichen Vorgaben?

Ja. Automatische Systeme protokollieren jeden Einwurf mit Gewicht, Lebensmittel und Uhrzeit. In der EU könnt ihr damit Fortschritte bei den nationalen Reduktionszielen belegen, die die Mitgliedstaaten nach der überarbeiteten Abfallrahmenrichtlinie festlegen müssen.

Wie Abfalldaten in die CSRD- und Scope-3-Berichterstattung einfliessen, erklärt unser Compliance-Leitfaden 2026.


Noch Fragen?

Meldet euch. Unsere Fachleute schauen sich gern mit euch an, wo in eurer Küche Abfall entsteht, und finden das passende Setup.

VERFASST VON:

Jessica D’Almeida

Jessica D’Almeida

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