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Lösungen gegen Lebensmittelabfälle für Hotels & Restaurants im Vergleich: der Einkaufsleitfaden

KITRO-Gründerin Anastasia Hofmann prüft Teile mehrerer KITRO TAREs in einem Regal

In Hotel- und Restaurantküchen landen bei jedem Service Lebensmittel im Abfall, und die meisten Betriebe wissen weder wie viel noch warum. Das kostet: Laut einer Studie der Georgetown University gehen allein US-Restaurants durch Lebensmittelverschwendung jedes Jahr 162 Milliarden Dollar Gewinn verloren und rund 17 % jeder servierten Mahlzeit werden nie gegessen.* Wer heute ein System zur Erfassung von Lebensmittelabfällen sucht, hat dafür eine Reihe bewährter Lösungen zur Auswahl. Der grösste Unterschied zwischen den Systemen liegt im manuellen Aufwand für euer Küchenpersonal – denn davon hängt ab, ob das Team sie wirklich nutzt. Danach zählen die Genauigkeit der Erkennung, ob die Hardware zu Layout und Abläufen eurer Küche passt und ob das Reporting über mehrere Häuser mitwächst. Dieser Leitfaden zeigt, worauf ihr achten solltet und welche Anbieter solche Systeme heute im Programm haben.

*Georgetown University, Earth Commons Institute & Business for Impact Portion Balance Coalition, «Customizable Portions: A Cost-Conscious Approach to Reducing Plate Waste», 2026


Worauf ihr bei einem System zur Abfallerfassung achten solltet

Systeme zur Erfassung von Lebensmittelabfällen unterscheiden sich stärker voneinander, als das Marketing meist vermuten lässt. Hier die Punkte, die ihr vergleichen solltet.

Messmethode und Aufwand fürs Team

Hier liegt der grösste funktionale Unterschied.

Bei der manuellen Erfassung wiegt und notiert jemand den Abfall von Hand. Das ist nur genau, wenn es konsequent passiert, und das lässt sich im Service kaum sicherstellen.

Halbautomatische Systeme erfordern, dass das Personal mit der Hardware interagiert, z. B. den Abfall vor dem Entsorgen für ein Foto vorzeigt oder die Kategorie auf einem Touchscreen bestätigt. Dies führt zu einer kurzen Unterbrechung eines eigentlich schnellen Arbeitsablaufs.

Vollständig passive Systeme erfassen Abfälle automatisch beim Entsorgen, ohne dass das Personal an zusätzliche Schritte denken oder diese ausführen muss. Je weniger ein System vom Küchenpersonal verlangt, desto verlässlicher sind die Daten. Unser umfassender Leitfaden zur automatisierten Erfassung von Lebensmittelabfällen erläutert jeden Systemtyp im Detail.

KI-Erkennung und Genauigkeit

Ein KI-basiertes System ist nur so gut wie seine Daten. Hohe Genauigkeit heisst, dass es Abfälle im echten Küchenalltag zuverlässig erkennt, ohne Verwechslungen und ohne manuelle Korrekturen durch das Küchenteam.

Die besten Systeme sind präzise genug, um einzelne Gerichte, teure Proteine sowie essbare und nicht essbare Abfälle zu unterscheiden. Gleichzeitig beschränken sie sich auf Kategorien, die sie sicher erkennen. So bekommen Küche und Management klare Trends, auf die sie sich verlassen können.

Hardware

In Grossküchen geht es rau zu. Hitze, Fett und die tägliche Nutzung beanspruchen die Geräte stark. Daher müssen sie besonders robust gebaut sein, wenn sie langlebig sein sollen.

Nicht alle Anbieter fertigen nach diesem Standard. Manche verwenden küchentauglichen Edelstahl, der jahrelang hält; andere setzen auf leichtere Materialien, die schneller korrodieren oder verschleissen.

Einige statten die Geräte mit einem Bildschirm zur Bedienung durch das Personal aus – eine zusätzliche Komponente, die mit der Zeit zerkratzen oder ausfallen kann –, während bildschirmfreie Designs weniger anfällig sind. Auch die Reinigung sollte beachtet werden: Manche Einheiten stehen auf Rollen, sodass das Spül- und Reinigungspersonal sie ohne grossen Aufwand verschieben und darunter saubermachen kann.

Reporting für mehrere Standorte

Ein Dashboard für einen Standort ist ein anderes Produkt als ein Reporting über ein ganzes Portfolio. Für eine einzelne Küche reichen die meisten Systeme.

Wenn ihr als Hotelgruppe oder Restaurantkette vergleicht, lasst euch gezielt die Mehrstandort-Ansicht zeigen. Bei manchen Anbietern heisst „Multi-Site“ nur, dass ihr zwischen einzelnen Dashboards hin- und herklicken könnt, ohne Häuser zu vergleichen oder die Gruppe als Ganzes zu sehen. Berichtet ihr an eine Regional- oder Gruppenleitung, klärt vor dem Kauf, ob ihr diese gemeinsame Gruppenansicht wirklich bekommt.

Begleitung nach dem Kauf

Manche Anbieter verkaufen euch die Software und überlassen euch den Rest: Einführung, Auswertung der Daten und die Entscheidung, was sich in der Küche ändern soll. Wer gerade erst anfängt, Lebensmittelabfälle zu reduzieren, kommt damit oft nicht weit. Ein Dashboard voller Zahlen ohne Anleitung kann überfordern, und Teams, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen, verlieren schnell das Interesse.

Andere Anbieter stellen euch standardmässig eine feste Ansprechperson zur Seite. Ihre einzige Aufgabe ist es, mit eurem Team die Daten zu verstehen und konkrete Massnahmen festzulegen. Die Einsparungen kommen weiterhin aus eurer Küche, etwa durch angepasste Produktionsmengen oder Portionsgrössen, aber mit Begleitung sind die Ergebnisse oft deutlich besser.

Preise und Geschäftsbedingungen

Keiner der grossen Anbieter veröffentlicht Preislisten, weil die Kosten von der Zahl der Küchen, der Hardware und der Vertragslaufzeit abhängen. Fragt direkt nach (siehe nächster Abschnitt). Schliesst nicht von der Grösse des Anbieters oder der Hardware auf den Preis.

Präsenz und Support

Die stärkste Region eines Anbieters deckt sich oft damit, wo sich seine Supportteams, Techniker und Account Manager befinden. Wenn ihr in mehreren Ländern tätig seid oder expandieren wollt, fragt, wo das Team des Anbieters sitzt und wie schnell es reagieren kann, wenn die Hardware Probleme macht.

Integrationen und Compliance-Reporting

Ein Erfassungssystem muss sich mit euren bestehenden Tools verbinden lassen und mit den steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen Schritt halten.

Am häufigsten gefragt sind Schnittstellen zu Menüplanung, Property-Management-System (PMS) und Einkaufsplattform. Fragt nach, was heute live ist und was erst auf der Roadmap steht. Bei «Integrationen» liegen Versprechen und Realität oft weit auseinander.

Abfalldaten fliessen zunehmend ins Nachhaltigkeitsreporting, etwa für CSRD und Scope-3-Emissionen. Prüft, ob die Plattform Küchenabfälle automatisch in prüffähige Kosten- und CO₂e-Kennzahlen umrechnet und sich einfach in eure Berichtssysteme exportieren lässt.

Fragen für jedes Verkaufsgespräch

Diese Fragen gelten für alle Anbieter in diesem Bereich, uns eingeschlossen. Nehmt sie in jedes Verkaufsgespräch mit.

  1. Was genau muss jemand aus dem Küchenteam jedes Mal tun, wenn Lebensmittel weggeworfen werden?

  2. Was passiert, wenn ein Foto oder ein Gewicht fehlt? Wird die Lücke markiert, geschätzt oder geht sie einfach verloren?

  3. Ist das KI-Modell vortrainiert, oder braucht es vor Ort eine Kalibrierungsphase, bevor die Daten verlässlich sind?

  4. Was ist nach der Einrichtung inbegriffen? Gibt es eine feste Ansprechperson, oder ab dem zweiten Monat nur noch Hard- und Software?

  5. Gibt es eine Referenz von einem Haus ähnlicher Grösse? Bei mehreren Häusern: Können wir einen Beispielbericht für mehrere Standorte sehen?

  6. Wie schnell amortisiert sich das System bei einer Küche unserer Grösse, und worauf beruht diese Schätzung?

  7. Lässt sich das System schon heute mit unserem PMS oder unserer Einkaufssoftware verbinden?

  8. Wie unterstützt die Lösung unser Nachhaltigkeitsreporting?

  9. Wo werden unsere Daten gespeichert, und wem gehören sie?

  10. Was deckt der Vertrag ab (Hardware, Software, Support), und was passiert, wenn wir kündigen oder reduzieren wollen?

  11. Was passiert mit unseren Daten und der Hardware, wenn wir den Anbieter wechseln oder den Vertrag beenden?

Wenn ihr mit uns starten wollt, gehen wir jede dieser Fragen gern mit euch durch.

Die KITRO TARE im Einsatz

Systeme zur Abfallerfassung für Hotellerie und Gastronomie im Überblick

Diese vier Unternehmen gehören zu den wichtigsten Anbietern von Lösungen gegen Lebensmittelabfälle für Hotels und Restaurants, setzen technisch aber unterschiedlich an. Wir stellen sie in der Reihenfolge ihrer Gründung vor.

LeanPath (2004, Portland, Oregon, USA)

LeanPath bietet eine ganze Systemfamilie statt einer einzelnen Lösung. Dazu gehören Floor Scale AI und Bench Scale AI, beides berührungslose Systeme (bei Bench Scale optional). Sie erfassen den Abfall, nachdem das Team ihn hochgehalten oder zum Fotografieren abgestellt hat.

Ergänzt werden sie durch Scout, eine kompaktere Variante für kleinere Küchen, bei der das Team Kategorien von Hand antippt. Dazu kommen zwei eigenständige Tablet-Produkte. Tracker Lite dient der schnellen Erfassung an kleinen Verkaufsstellen und Satellitenstationen. Snap AI ist eine mobile Lösung, die Datenlücken bei externen Catering-Events schliesst.

Aufwand fürs Team

  • Bench und Floor Scale AI: Jeder Artikel oder Behälter wird vor dem Wegwerfen unter den Tracker platziert.

  • Scout und Tracker Lite: Manuelle Kategorisierung, das Personal erfasst jeden Abfall durch Antippen von Optionen auf einem Touchscreen.

  • Snap AI: Ein Foto pro Gericht; das Personal gibt einen Eventnamen ein und fotografiert übrig gebliebene Speisen an der Ausgabestelle.

Hardware 

  • Bauweise: Floor Scale AI und Bench Scale AI sind fest installierte Boden- bzw. Tischgeräte mit Bildschirm und Kamera. Scout ist ein kleineres, stationäres Gerät mit integrierter Waage und Touchscreen. Tracker Lite und Snap AI kommen ohne Waage aus und laufen nur als Software auf Tablets.

  • Material: Floor Scale AI ist nach IP67 (die Waage) und IP65 (der Touchscreen) zertifiziert. Für die übrigen Lösungen ist keine IP-Schutzart veröffentlicht. Die Boden- und Tischwaage haben eine Grundplatte bzw. Arbeitsfläche aus Edelstahl.

  • Waage: Für Floor Scale AI, Bench Scale AI und Scout gibt es keine veröffentlichten Angaben zu Tragkraft oder Messgenauigkeit. Tracker Lite setzt ganz auf manuelle Gewichtseingabe oder externe Daten. Snap AI nutzt keine Waage und berechnet das Gewicht mit eigener Bilderkennung aus einem einzelnen Foto, anhand von Behältergrösse, Fülltiefe und typischer Dichte der Lebensmittel.

Märkte

  • Über 45 Länder, Schwerpunkt USA


Winnow (2013, London, Grossbritannien)

Winnows Angebot besteht aus zwei Erfassungssystemen mit mehreren Automatisierungsstufen und einer Web-App für Prognosen. Das Kernprodukt Vision (je nach Stufe VisionControl, VisionAI oder VisionAI Plus) arbeitet weitgehend bis vollständig automatisch. Winnow Track ist eine reine Tablet-Lösung für die manuelle Erfassung.

Das Zusatzprodukt VisionPW erfasst mit einer bewegungsgesteuerten Kamera speziell Tellerreste von Gästen an Hotelbuffets oder in Speisesälen. Im September 2026 brachte Winnow zudem Winnow Foresight auf den Markt. Das Planungstool für Smartphone und Tablet braucht keine Hardware und sagt den Bedarf pro Gericht per KI voraus.

Aufwand fürs Team

  • VisionAI, VisionAI Plus und VisionPW: keine manuelle Eingabe nötig

  • VisionControl: KI-Vorschläge werden am Touchscreen manuell bestätigt

  • Track: komplett manuelle Erfassung durch Antippen von Kategorien auf dem Tablet

  • Winnow Foresight: Nach dem Service fotografiert das Team die Reste, damit die KI das Gewicht schätzen und den künftigen Bedarf berechnen kann.

Hardware

  • Bauweise: Die Vision-Reihe besteht aus einer Waage und einer Überkopfkamera an einer Stange. VisionControl hat einen Touchscreen, VisionAI, VisionAI Plus und VisionPW einen Bildschirm ohne Touch. Track läuft nur auf dem Tablet, Winnow Foresight als Web-App auf jedem Smartphone oder Tablet.

  • Material: Edelstahl-Grundplatte bei den Vision-Waagen. Track und Foresight laufen auf Geräten, die der Betrieb selbst stellt.

  • Waage: Die Vision-Waagen erfassen das Gewicht in unter einer Sekunde. Bei Track wird das Gewicht geschätzt oder eingetippt. Winnow Foresight nutzt historische Restedaten und Belegungszahlen für die Prognose und rechnet Fotos der Reste per Cloud-Bilderkennung in Gewichte um.

Märkte

  • 94 Länder, stark in EMEA, wachsend im Nahen Osten und APAC

  • Im Juli 2026 hat Winnow den Anbieter Lumitics aus Singapur übernommen, um im APAC-Raum weiter zu wachsen.


KITRO (2017, Zürich, Schweiz)

KITRO ist Herausgeber dieses Leitfadens. Unsere Lösung ist die KITRO TARE, ein Gerät ohne Bildschirm mit integrierter Waage und Überkopfkamera. Sie erfasst jeden Artikel, nachdem er im Behälter gelandet ist, auch, wenn mehrere Artikel gleichzeitig hineinfallen.

Die Daten fliessen in das My.KITRO Dashboard – mit einer Gruppenansicht für Betreiber mehrerer Standorte und einer Betriebs-Ansicht für jede einzelne Küche. Es visualisiert geniessbare vs. ungeniessbare Abfälle, Prep-Abfälle, Tellerrückläufe und Verderb sowie die jeweiligen Kosten und CO₂-Auswirkungen.

Ist die KI bei einem Artikel unsicher, prüft ihn eine Person, bevor er in die Daten einfliesst. Jeder Betrieb bekommt ausserdem eine feste Ansprechperson, die das Küchenteam dabei begleitet, Ziele zu setzen und zu erreichen.

Aufwand fürs Team

  • KITRO TARE: keine Eingaben und keine Unterbrechung. Das Team wirft Lebensmittel wie gewohnt in den Abfallbehälter. Niemand muss anhalten, etwas vor eine Kamera halten, Kategorien wählen oder etwas am Touchscreen bestätigen.

Hardware 

  • Bauweise: Freistehendes Gerät mit Bodenwaage für handelsübliche Küchenabfallbehälter, aufrechter Edelstahlsäule und Überkopfkamera. Es steht auf Rollen und lässt sich zur Reinigung verschieben. Bewusst bildschirmfrei, um bruchanfällige Komponenten und betriebliche Engpässe zu vermeiden. Speichert Daten lokal, falls die Verbindung abbricht.

  • Material: Vollständig IP20-zertifiziert mit höheren Einstufungen bei bestimmten Komponenten, gefertigt aus Edelstahl 304 für Langlebigkeit und einfache Reinigung. Die Sensoreinheit über dem Behälter sitzt in einem hitzebeständigen Gehäuse (bis 90 °C), das Hitze, Feuchtigkeit und Stössen in der Küche standhält.

  • Waage: industrielle Single-Point-Plattformwaage mit Aluminium-Wägezelle, die Gewichte von 10 g bis zu 150 kg erfasst.

Märkte 

  • In über 40 Ländern weltweit aktiv; am stärksten in EMEA, wachsend in den USA


Orbisk (2018, Utrecht, Niederlande)

Orbisk bietet eine halbautomatische Überwachung von Lebensmittelabfällen rund um sein Orbi-Gerät. Die Lösung ist in drei verschiedene Softwarestufen unterteilt: Insights (Erfassung auf Kategorieebene für einzelne Küchen, die schnelle Erfolge anstreben), Excellence (Erfassung auf Zutatenebene, die über 800 Zutaten mit ca. 90 % Genauigkeit erkennt) und Enterprise (zentralisierte Dashboards für mehrere Standorte, standortübergreifendes Benchmarking und administrative Steuerungsfunktionen für die Unternehmenszentrale).

Das System von Orbisk nutzt Computer Vision, um Zutaten über dem Behälter zu erfassen, bevor sie hineingelangen und sich mit anderen Abfällen vermischen. Da das Foto vor dem Entsorgen aufgenommen wird, muss das Personal kurz anhalten, damit die Aufnahme registriert wird. Die Daten fliessen in ein Action-Center-Dashboard, das Lebensmittelabfälle mit Einkaufsdaten korreliert und finanzielle Verluste sowie CSRD-konforme CO₂- und Wasserkennzahlen berechnet.

Aufwand fürs Team 

  • Orbi (alle Stufen): Das Personal muss das Abfalltablett für die Bildaufnahme hochhalten.

Hardware

  • Bauweise: Kamera über dem Behälter montiert (an einer Stange oder Wand), Waage darunter, Anzeigebildschirm (ohne Touch-Funktion).

  • Materialien: Keine veröffentlichte IP-Schutzart oder Materialangaben

  • Waage: Keine veröffentlichten Angaben zu Tragkraft, Genauigkeit oder Material

Märkte 

  • Hauptsächlich Europa, Expansion in die USA

So setzt KITRO diese Kriterien um

Wir sind KITRO und eines der vier Systeme in diesem Leitfaden. Unseren eigenen Ansatz kennen wir am besten, deshalb zeigen wir hier, wie er zu den Kriterien von oben passt.

Messmethode und Aufwand fürs Team

Die KITRO TARE kombiniert eine Präzisionswaage mit einer Überkopfkamera. Jedes Mal, wenn etwas im Behälter landet, misst sie das Gewicht und macht gleichzeitig ein Foto. Niemand muss einen Bildschirm berühren, einen Teller vor die Kamera halten oder eine Kategorie eintippen.

Weil das Team im Service nichts zusätzlich tun muss, ist die Erfassung konsistent. Es gibt keine Eingabefehler und keine Lücken, weil jemand nur einen Teil der Abfälle erfasst. Ist die KI unsicher, wird der Artikel markiert und von einer Person geprüft, bevor er in den Datensatz kommt.

Das ist auch unabhängig belegt. In einer Peer-Review-Studie des EU-geförderten Projekts LOWINFOOD von 2025 erfasste KITRO jedes Abfallereignis in fünf Küchen aus Hotellerie und Gastronomie in Deutschland, der Schweiz und Griechenland.

KI-Erkennung und Genauigkeit

Regelmässige Validierungsschleifen sichern die Datenqualität der KITRO-KI. Sie erkennt Lebensmittel automatisch und ordnet den Abfall nach Lebensmittelgruppe, Zutat und Verarbeitungsstufe. Dabei trennt sie essbare von nicht essbaren Abfällen und unterscheidet Artikel auch dann, wenn mehrere gleichzeitig weggeworfen werden.

Neue Kategorien kommen dazu, wenn sie Küchen einen echten Mehrwert für Massnahmen bieten. So bleibt das Dashboard übersichtlich und frei von unnötiger Datenflut.

Hardware

Die KITRO TARE ist für anspruchsvolle Grossküchen aus Edelstahl gebaut. Sie kommt ohne Bildschirm aus, also ohne empfindlichen Touchscreen in nasser, fettiger oder heisser Umgebung, und passt zu handelsüblichen Küchenabfallbehältern. Sie steht auf Rollen, lässt sich zum Putzen verschieben und ist mit normalem Strom- und WLAN-Anschluss in rund 15 Minuten aufgebaut.

Reporting für mehrere Standorte

Das KITRO-Dashboard ist für einzelne Küchen genauso gebaut wie für Hotelgruppen mit vielen Häusern. Zu unseren Kunden gehören Hotels von TUI BLUE, Hyatt und Marriott International. Wie sie KITRO nutzen, zeigen unsere Fallstudien.

Die Gruppenansicht bietet Nachhaltigkeits- und F&B-Verantwortlichen auf Gruppenebene Benchmarks, Trends und Gesamtberichte über das ganze Portfolio. Im Property View können Küchenleitungen und Outlet-Verantwortliche aller Betriebe ihre Daten nach Outlet, Schicht und Artikel auswerten. So hat die Zentrale den Überblick und jede Küche die Details für den Alltag.

Wir empfehlen, sich bei jedem Anbieter die verschiedenen Ansichten zeigen zu lassen. Bei uns könnt ihr das hier anfragen.

Begleitung nach dem Kauf

Technik allein ändert keine Küchengewohnheiten. Jeder Betrieb bekommt eine feste Ansprechperson für Lebensmittelabfälle. Sie analysiert den Ausgangswert, führt regelmässige Review-Termine durch und legt mit dem Team konkrete Reduktionsziele fest.

So werden aus Zahlen feste Abläufe in der Küche. KITRO-Betriebe erreichen bis zu 60 % weniger essbare Lebensmittelabfälle und senken ihren Wareneinsatz um 2–8 % pro Jahr, und die Investition amortisiert sich meist in rund sechs Monaten.

Im TUI BLUE Medina Gardens ging das Team mit einer einzigen KITRO TARE noch weiter. Es senkte die essbaren Lebensmittelabfälle um 63 % und spart 149'650 Euro pro Jahr.

Preise und Geschäftsbedingungen

KITRO arbeitet mit transparenten Abo-Stufen, die sich nach der Zahl der für eure verschiedenen Küchen und Outlets benötigten KITRO TAREs richten. Hardware, KI-Auswertung, Software-Updates, Dashboard und laufende Begleitung sind in einer Jahresgebühr enthalten. So bleiben die Kosten planbar, ohne versteckte Gebühren für Daten oder Wartung.

Präsenz und Support

Mit Hauptsitz in der Schweiz und Teammitgliedern in ganz Europa, dem Nahen Osten und Amerika bietet KITRO mehrsprachigen Kundensupport und fachkundige Beratung auf Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Unser Onboarding, die Hardware-Logistik und der Remote-Support sind für multinationale Hotel- und Gastronomiegruppen ausgelegt.

Integrationen und Compliance-Reporting

Die Daten von KITRO fliessen direkt in die Systemlandschaft von Hotelgruppen. Über automatische Schnittstellen landen die Abfallkennzahlen in euren bestehenden Systemen, unter anderem:

  • Oracle Hospitality (OPERA Cloud und Simphony POS) für Gäste- und Gedeckzahlen

  • Schneider-Electric-Plattformen (Gaia für Accor, MESH für Marriott) für das ESG-Reporting der Gruppe

  • F&B-Managementsysteme wie Birchstreet und Jomosoft

KITRO macht aus rohen Abfalldaten geprüfte Finanzzahlen und Umweltkennzahlen nach Scope 3 und CSRD. Nachhaltigkeits- und Finanzteams können sie direkt in ihre ESG- und Pflichtberichte übernehmen, ohne sie vorher umzurechnen oder aufzubereiten.

Die KITRO TARE mit einem 120-l-Mülleimer

Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen kamerabasierter und manueller Abfallerfassung?

Kamerasysteme erkennen und wiegen den Abfall automatisch beim Wegwerfen. Bei der manuellen Erfassung muss jemand jeden Artikel von Hand wiegen, zuordnen und notieren. Kamerasysteme liefern meist konsistentere Daten, weil sie nicht davon abhängen, dass jemand während einer geschäftigen Schicht daran denkt, jeden Einwurf zu protokollieren.

Unser Leitfaden zur automatischen Erfassung von Lebensmittelabfällen erklärt die Unterschiede und die anderen Systemtypen genauer.

Muss das Personal für ein System zur Abfallerfassung geschult werden?

Die meisten Systeme brauchen eine gewisse Einarbeitung, auch automatische: Das Team muss wissen, wo das Gerät steht und wie es richtig genutzt wird. Vollständig passive Systeme wie die KITRO TARE oder Winnow VisionAI senken den Aufwand fast auf null, weil das Team gar nicht mit der Hardware arbeitet. Tablet-Lösungen wie Winnow Track oder fotobasierte Systeme wie die von Leanpath und Orbisk verlangen eine kurze Erfassungsroutine, die das Team lernen muss.

Wie schnell amortisiert sich ein System zur Abfallerfassung?

Das hängt von der Küchengrösse ab, vom aktuellen Abfall und davon, wie konsequent das Team auf die Daten reagiert. Die Anbieter nennen meist Amortisationszeiten von einigen Monaten bis zu etwa einem Jahr. Fragt jeden Anbieter, worauf seine Schätzung für eine Küche eurer Grösse beruht.

Das Alpenhotel Ammerwald in Österreich erzielte mit KITRO eine Rendite von 1'617 %. Das ist ein Ausnahmefall, zeigt aber, wie schnell sich Einsparungen summieren, sobald Abfallmuster erkannt und angegangen werden. Als ersten Schritt für eure Küche bietet sich unsere kostenlose Analyse an.

Gibt es Lösungen für Hotelgruppen mit mehreren Häusern?

Ja, alle vier Anbieter hier bieten Dashboards und Berichte für mehrere Häuser. Lasst euch in der Evaluation einen solchen Bericht zeigen, dann seht ihr, wie gut sich die Standorte damit vergleichen lassen.

Wie lange dauert die Einführung an mehreren Standorten?

Das hängt stark vom Anbieter ab und davon, wie viele Standorte ihr gleichzeitig ausrollt. Manche Systeme installiert ihr selbst und nutzt sie noch am selben Tag. Andere brauchen Technikbesuche vor Ort, die einen Rollout zum monatelangen Projekt machen können.

Die KITRO TARE ist nach der Lieferung in etwa 15 Minuten aufgebaut. Vom unterschriebenen Vertrag bis zu den ersten Live-Daten vergehen mit Logistik und Terminplanung meist zwei bis vier Wochen pro Standort.

Fragt jeden Anbieter nach beiden Zahlen: wie lange der Aufbau dauert und wann ihr wirklich nutzbare Daten seht.

Lassen sich die Systeme mit Hotel-PMS wie Oracle OPERA oder Mews verbinden?

Das hängt vom Anbieter ab. Manche bieten native Schnittstellen zu gängigen PMS- und Kassensystemen, andere binden nur über eine API oder Middleware von Drittanbietern an. Klärt vor der Wahl, mit welchen Plattformen das System heute funktioniert und wer sich darum kümmert, dass die Schnittstelle nach dem Go-live läuft.

Unterstützen die Systeme das ESG- und CSRD-Reporting?

Ja, aber nur, wenn das System den Abfall direkt misst und sich nicht auf Handprotokolle oder Schätzungen verlässt. Mit automatischer Erfassung lassen sich Küchendaten leichter in prüffähige Formate für CSRD, GRI 306 und Scope-3-Reporting bringen. Fragt jeden Anbieter, ob sich die Berichte so exportieren lassen, dass euer Finanz- oder Nachhaltigkeitsteam sie ohne Nacharbeit nutzen kann.

Welche Fragen sollte man einem Anbieter vor Vertragsabschluss stellen?

Mindestens diese: was das Team im Service tun muss, was bei fehlenden Daten passiert, welche Begleitung nach der Einrichtung inbegriffen ist und was der Vertrag vorsieht, wenn ihr reduzieren oder kündigen wollt. Die vollständige Liste findet ihr weiter oben.

Wie dieser Leitfaden entstanden ist

Dieser Leitfaden wird von KITRO herausgegeben. Wir haben die Anbieter danach ausgewählt, wie bekannt sie in der Abfallerfassung für Hotellerie und Gastronomie sind und wie oft Hospitality-Teams beim Einkauf nach ihnen fragen. Alle Angaben haben wir mit den veröffentlichten Unterlagen der Anbieter zum oben genannten Datum abgeglichen.

Ist etwas nicht mehr aktuell, sagt uns bitte Bescheid. Wir überprüfen diese Seite regelmässig, weil sich Funktionen, Finanzierungen und Meilensteine in diesem Bereich oft ändern.

Noch unentschlossen?

Wenn der passive Ansatz ohne Schulungsaufwand zu euren Küchen passt, seht euch an, wie Hotels von Marriott International mit KITRO ihre essbaren Lebensmittelabfälle um durchschnittlich 22 % senken und eine Rendite von 101 % erzielen. Oder entdeckt weitere Fallstudien aus grossen Hotelküchen.

Noch nicht sicher, wie viel ihr sparen könntet? Fordert eine kostenlose Analyse an oder bucht eine Demo der KITRO TARE.

VERFASST VON:

Jessica D’Almeida

Jessica D’Almeida

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